Warum die falsche Nahrung aufs Gemüt schlägt

Schon letzten Monat ging es hier um ein häufig totgeschwiegenes Organ – den Darm. Da er aber so komplex und wichtig für unsere Gesundheit ist, bekommt er eine Fortsetzung.
Der Darm ist insgesamt fünf bis sieben Meter lang und mit Schleimhaut ausgekleidet, er ist auf unterschiedliche Weise in Falten gelegt, so dass es zu einer Oberflächenvergrößerung kommt. Das ist wichtig für die Nährstoffaufnahme, eine der Hauptaufgaben des Darmes. Es gibt viele verschiedene Abschnitte mit unterschiedlichen Aufgaben. So werden zum Beispiel in einem Teil des Dünndarms hauptsächlich wasserlösliche Vitamine und Fette aufgenommen; in einem Anderen insbesondere Vitamin C und Vitamin B12.
Billionen von Bakterien bevölkern den Darm. Das ist unser Mikrobiom – es soll Krankheiten vorbeugen, Übergewicht verhindern und sich auf unser Gemüt auswirken. Unsere „Mitbewohner“ werden erst seit knapp 20 Jahren erforscht und inzwischen sind mehrere tausend Bakterienarten identifiziert. Sie sind weit mehr als Verdauungshelfer. Sie sorgen unter anderem auch dafür, dass die körpereigene Abwehr sich richtig entwickelt – also für ein starkes Immunsystem. Eine intakte Darmflora ist wichtig für die Funktion der Darmbarriere. Diese kontrolliert, welche Stoffe vom Körper in den Darm gelangen und umgekehrt.
Eine Schädigung der Darmflora und der Darmschleimhaut durch zu wenig gute Nährstoffe und zu viel Chemikalien verursacht unter Umständen einen „löchrigen Darm“: Unverdaute Nahrungsbestandteile sowie Bakterien gelangen in die Blutbahn und verursachen Krankheiten. Schlimmer noch – in diesem Fall „funken“ die Nerven mit Hilfe von Darmbakterien und Immunsystem dauerhaft „SOS“ an das Gehirn. Und das kann zu psychischen Problemen führen.
Dem Darm sind viele Bücher gewidmet (zum Beispiel „Das Darm Hirn Kartell“ von Dr. Petra Wenzel). Wer also Darm und Gemüt etwas Gutes tun möchte, der achtet auf seine Ernährung und liest nach.

 

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