Sekundäre Pflanzenstoffe

"Was Pflanzen färbt und schützt, auch dem Menschen nützt"

 

Ihre Entstehung und ihre Namen sind kompliziert, sie sind noch nicht abschließend erforscht  und sie sind nicht nur für Pflanzen  sondern auch für den Menschen (über)lebenswichtig.

Die Rede ist von sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, die von Pflanzen als Abwehr-, Farb-, Duft- und Geschmacksstoff sowie als Wachstumsregulator produziert werden. Ihre Bezeichnung ist darauf zurückzuführen, dass sie, im Gegensatz zu den Hauptnährstoffen, erst an zweiter Stelle des pflanzlichen Stoffwechsels, also im sogenannten sekundären Stoffwechsel gebildet werden. Rund 100.000 sind bekannt und viele von ihnen haben extrem positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

So gibt es zum Beispiel die Karotinoide die man – genau – zum Beispiel aus Karotten kennt. Es sind rote, orange und gelbe Farbstoffe die auch in Tomaten, Paprika, Aprikosen und Kürbissen vorkommen. Von den rund 700 Karotinoiden ist vor allem das Betakarotin als Vorstufe des Vitamin A bekannt. Diese Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe wirkt als Antioxidanz und schützt somit vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, regt das Immunsystem an und kann den Cholesterinspiegel senken.

Dann gibt es die große  Gruppe der Polyphenole (Phenole, Phenolsäuren,  Flavonoide,  Lignane und Isoflavonide) die sich vor allem in den Randschichten von Pflanzen finden, was in ihrer Wirkung als Antioxidanz begründet ist. In den äußeren Randschichten von Obst und Gemüse schützen sie das dahinter liegende Pflanzengewebe vor oxidativen Schäden von außen. Polyphenole besitzen zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen. So schützen sie durch ihre antioxidativen Eigenschaften vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sie wirken entzündungshemmend und blutdrucksenkend, töten Krankheitserreger ab und stärken das Immunsystem. Da die Polyphenole überwiegend in oder direkt unter der Schale sitzen, sollte Gemüse oder Obst möglichst ungeschält verzehrt werden  - was natürlich hier eine sehr gute Qualität voraussetzt!

Man kann sich nun wohl vorstellen, was sekundäre Pflanzenstoffe sind und wie viel sie für uns bewirken können – auch ohne sie komplett zu kennen. Nicht alle sind für den Menschen nützlich. Trotzdem macht es Sinn, einen großen Anteil qualitativ hochwertiger, pflanzlicher Kost zu sich zu nehmen um gut geschützt zu sein! Denn was die Pflanzen schützt das schützt und nützt auch uns Menschen.

 

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